Meine Freundin mag kein Zitronat und Orangeat...wie so viele andere Menschen auch, daher war mein Gugelhupf nach Bäcker Süpke nichts nach ihrem Geschmack.
Auf der Suche nach einem Kuchen für die Adventszeit ohne kandierte Früchte kam sie auf den Pandoro.
Laut Wikipedia ist ein Pandoro (it. Pan d'oro = „goldenes Brot“) ein traditioneller italienischer Weihnachtskuchen. Der Pandoro ähnelt dem mailändischen Panettone und kommt ursprünglich aus Verona. Der Name des Pandoro kommt vermutlich von der charakteristischen gold-gelben Farbe, die durch die Eier in seinem Rezept bedingt sind.
Der Pandoro wird aus Hefeteig gebacken und enthält im Gegensatz zum Panettone weder Rosinen noch kandierte Früchte. Typisch für den Pandoro ist die gezackte Kuppelform, die mit einer entsprechenden achteckigen, sternförmigen Backform erreicht wird. Der Pandoro wird meist mit Puder- oder Vanillezucker bestreut, damit der Kuchen einer verschneiten Bergspitze ähnelt. Horizontal geschnitten sehen die Kuchenscheiben wie ein Stern aus.
Die Tradition des Pandoro reicht in Italien bis in das 18. Jahrhundert zurück. In Frankreich geht man davon aus, dass die Brioche ein Vorläufer des Pandoro sei, dessen Historie bis in das 1. Jahrhundert zurückreicht. Vergil und Titus Livius beschrieben eine ähnliche Brotart und nannten es libum. In Italien geht man davon aus, dass der Pandoro rein italienischen Ursprungs ist und während der Renaissance erfunden wurde. Im reichen Venedig seien Schichten aus Blattgold auf den Kuchen gelegt worden, was eine andere Deutung des Namensursprungs ist.
Beim letzten Bummel durch die nahegelegene Großstadt kam ich an der typischen Pandoro-Form nicht vorbei und konnte dann endlich das Rezept meiner Freundin nachbacken. Er ist nicht nur optisch ein Hingucker, sondern schmeckt auch herrlich locker mit weihnachtlichem Touch.
Meine Freundin hat zwischenzeitlich noch das Rezept für ein Pandoro mit Weizensauerteig entwickelt und gebacken; es ist hier zu finden und ist wohl mindestens genau so zu empfehlen wie die Variante mit Hefeteig!
| ========== | REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4 |
| Titel: | Pandoro - italienischer Weihnachtskuchen |
| Kategorien: | Kuchen, Hefeteig |
| Menge: | 1 Kuchen |
Zutaten
| H | VORTEIG | ||
| 200 | Gramm | Weizenmehl 550 | |
| 20 | Gramm | Hefe | |
| 130 | Gramm | Milch | |
| H | TEIG | ||
| 300 | Gramm | Mehl 550 | |
| 120 | Gramm | Zucker | |
| 1 | Vanilleschote (das Mark davon) | ||
| 1 | Teel. | Salz | |
| 150 | Gramm | Butter (weich, in Stückchen) | |
| 2 | Eier | ||
| 1-2 | Teel. | Gewürze (Macis, Muskantnuss, Kardamom, Zimt, | |
| -- Koriander, Anis, Piment, Nelken ganz nach | |||
| -- Geschmack am besten frisch gemahlen oder | |||
| -- gemörsert) | |||
| Zitronen- od. Orangenschale frisch gerieben - | |||
| -- Menge nach Geschmack | |||
| 100 | Gramm | Gehackte Mandeln, Hasel- oder Walnüsse | |
| Mehl zum Bearbeiten | |||
| H | ZUCKERHAUBE | ||
| 1-2 | Essl. | Butter, flüssig (ca.) | |
| Kristall-, Zimt- oder Vanillezucker | |||
| Puderzucker zum bestäuben | |||
Quelle
| nach | |
| Marla21 - Chefkoch-Userin |
| Erfasst *RK* 09.12.2008 von | |
| Eva Ohrem |
Zubereitung
Den Vorteig abgedeckt ca. 45 Minuten bei ca. 30°C stehen lassen oder 1 Stunde bei Raumtemperatur und dann über Nacht in den Kühlschrank stellen.
Aus allen Zutaten - außer den Nüssen - einen Teig herstellen, 20 Minuten Teigruhe, dann Nüsse unterkneten und wieder 20 Minuten Teigruhe.
Teig vorsichtig rund wirken und mit dem Schluss nach oben in eine gefettete Form geben.
Den Teig gehen lassen, bis er gut aufgegangen ist - ca. 1 Stunde, je nach Raumtemperatur auch mehr - und dann bei knapper Gare in den auf 180°C vorgeheizten Backofen geben, ca. 15 Minuten, dann abdecken mit Alufolie, damit der Kuchen nicht zu dunkel wird. Hitze reduzieren auf ca. 160° und in ca. 30 Min. ausbacken, Stäbchenprobe machen, nachsehen, ob der Kuchen durchgebacken ist.
Ofen ausschalten und im ausgeschalteten Ofen noch ca. 15 Min. stehen lassen.
Kuchen aus der Forum nehmen und den noch warmen Kuchen mit reichlich geschmolzener Butter bestreichen und vorsichtig in feinem Zucker wälzen - 1 Tag ruhen lassen und erst dann mit Puderzucker bestäuben. Für die weitere Lagerung in Alufolie verpacken und kühl lagern.
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